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Neuigkeiten aus der Pressestelle des Bundesministerium der Justiz

Präsentiert durch die Anwaltskanzlei Bernd Wünsch

 

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Titel:

Rosenburg Wanderausstellung zu Gast in Jena

Quellenangabe:

Bundesministerium der Justiz

Veröffentlichung am:

5. Dezember 2018 (Mittwoch)

Nachricht:

Die Wanderausstellung „Die Rosenburg – das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit“ ist nun in der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu sehen. Gemeinsam mit dem Dekan der Universität, Prof. Dr. Walter Pauly, hat Staatssekretär Gerd Billen am 4. Dezember die Wanderausstellung dort eröffnet.

Rosenburg Wanderausstellung zu Gast in Jena Rosenburg Wanderausstellung zu Gast in Jena Die Rosenburg

Sie ist Teil der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit des Ministeriums – diese lag lange Zeit im Schatten – vor einigen Jahren aber begann das BMJV damit, sie tiefer zu untersuchen und an die Öffentlichkeit zu bringen. 2012 setzte das Ministerium eine Unabhängige Wissenschaftliche Kommission ein, die den Umgang des Ministeriums mit seiner NS-Vergangenheit in den Anfangsjahren der Bundesrepublik erforschte. 2016 wurde der Abschlussbericht „Die Akte Rosenburg. Das Bundesministerium der Justiz und die NS-Zeit“ vorgestellt.

Doch die historischen Erkenntnisse sollten nicht nur zwischen zwei Buchdeckeln und auf rund 600 Seiten verschwinden, sondern alle erreichen – aus der „Akte Rosenburg“ wurde die Wanderausstellung „Die Rosenburg – Das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit“.

„Diese Studie ist für uns sehr wichtig. Aber wenn sie nur in einigen Zeitungsartikeln besprochen wird und dazu vielleicht einige Historikerinnen und Historiker die ganze Studie lesen, dann hätten wir zu wenig aus ihr gemacht. Das Ziel war und ist es deshalb, die gewonnen Erkenntnisse anschaulich zu vermitteln – in Gerichten, an Hochschulen und in der Öffentlichkeit.“
Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesminsiterium der Justiz und für Verbraucherschutz

Ein Neuanfang mit altem Personal

Die Wanderausstellung wurde so konzipiert, dass sie die zwei Seiten der Rosenburg deutlich zeigt: einerseits die Vorderseite, die helle Fassade – andererseits die Rückseite, die Schattenseite mit ihren dunklen Hintergründen.

An einer Stele der Ausstellung wird dieser Gegensatz von Hell und Dunkel, von Fassade und Hintergrund besonders deutlich – sie zeigt den Organisationsplan des Ministeriums aus dem Jahr 1957. Die Führungspositionen des Ministeriums, die Abteilungs- und Referatsleiterposten, sind allesamt mit glänzenden Juristen besetzt. Alle sind ausgewiesene Experten ihres Faches: Dreher, Tröndle, Lackner, Dallinger, Kleinknecht und viele mehr. Doch zu dieser glänzenden Fassade gehört auch eine dunkle Rückseite. 76 Prozent des Führungspersonals waren ehemalige NSDAP-Mitglieder, 20 Prozent gehörten vor 1945 der SA an.

Auf insgesamt 9 Stelen bringt die Ausstellung die Vergangenheit des Ministeriums sprichwörtlich ans Licht. Überdimensionale Bürolampen erleuchten die ehemals dunkle Seite und die Verstrickung in das NS-Unrecht. Mit Zeitzeugenberichten, Opfer- und Täterbiografien sowie beispielhaften Gesetzestexten arbeitet die Ausstellung die Vergangenheit auf.

Die Ausstellung ist vom 05.12.2018 bis 02.01.2019 im Campusgebäude der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu sehen, Carl-Zeiß-Straße 3, 07743 Jena. Öffnungszeiten Montag bis Freitag: 6-22 Uhr



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